Interview mit Regina Stoffels

Der Schwur

Im ersten Band der Trilogie „Mit Halali und Horrido auf Wollmäuse & Co!“, treffen sich zwanzig Jahre nach ihrem Abitur in München die vier Freundinnen Sabine, Susanne, Ulrike und Britta, um einen Schwur einzulösen.

Wie kamen Sie auf die Idee „Mit Halali und Horrido auf Wollmäuse & Co!“? Wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Titel?

Ich wollte schon immer einen Frauenroman schreiben, hatte dabei an nichts Tiefgründiges gedacht, sondern an etwas Humorvolles. Diese Art von Romanen bezeichnet man mittlerweile als „Chick-Lit“. Zunächst gab es nur eine Beschreibung der vier Freundinnen Sabine, Susanne, Ulrike und Britta sowie Sabines dominanter Großmutter Aloysia.Nach und nach entwickelte sich erst der eigentliche Plot.

Zum Titel kann ich Folgendes erzählen: Als ich einmal in einer Arztpraxis wartete, erschien plötzlich eine Patientin mit einem kleinen Präsent für die Damen am Empfang. Sie überreichte es und sagte: „Dann bin ich mal weg. Horrido!“ Dieser Ausspruch gefiel mir ungemein gut. Mein Roman hatte zu dem Zeitpunkt noch keinen Titel. Da Aloysia die Freundinnen gerne mit: „Horrido, da bin ich!“ begrüßt und Susanne ständig auf Jagd nach Wollmäusen (Staubflusen) ist, war für mich der Titel geboren; ich fügte nur noch das Halali bei.

Gibt es einen Charakter, mit dem Sie sich besonders identifizieren können? Orientieren Sie sich bei der Erzählung auch an Geschehnissen, die Ihnen in Ihrem persönlichen Leben widerfahren sind?

In allen vier Freundinnen steckt „ein Stück“ von mir, darum identifiziere ich mich auch nicht mit nur einem der Charaktere. Wie Sabine spreche ich mit Pflanzen und wollte nach Brasilien als Entwicklungshelferin. Wie Susanne liebe ich Kochen und Backen und sammle wie Ulrike alte Kinderbücher und mag Campari-Orange mit extra viel Eiswürfeln wie Britta.

Was bewegt Sie am meisten zum Schreiben?

Der Drang mich mitzuteilen. Das heißt, ich sammle Beobachtungen und Begebenheiten, die ich unterwegs (Bus, Park, Cafés, Wartezimmern …) aufsauge und auf Spickzetteln oder in Kladden notiere. So entstanden Kurzgeschichten, aber auch Teile meines Romans.

Welches Genre mögen Sie am liebsten, eher romantisch oder eher komisch?

Ich schreibe gerne humorvoll und sehr gerne skurril.

Sie haben nun Erfahrung im Schreiben von Kurzgeschichten und Ihrem ersten Roman – was hat Ihnen mehr Freude bereitet? War es eine Umstellung für Sie? Hatten Sie vielleicht Schwierigkeiten?

Das kann ich nicht sagen, da mir beide Genres gefallen.

Nein, ich hatte keine Schwierigkeiten damit. Das Schreiben lief ganz parallel dazu ab.

„Mit Halali und Horrido auf Wollmäuse & Co!“ soll ein Dreiteiler werden, haben Sie schon weitere Ideen, auf die sich Ihre Leser freuen dürfen?

Ja, ich stecke mitten drin in der Fortsetzung. Die Einlösung des „Wollmausschwures“ ist das Hauptthema des Romans und wird sich auch weiterhin wie ein roter Faden durch alle drei Bände ziehen.

Im zweiten Band geht es turbulent zu, wenn die Freundinnen gemeinsam einen Partner für Sabine suchen. Aloysia stürzt unglücklich und dies wird erstaunliche Folgen nach sich ziehen. Außerdem wird Britta die Freundschaft auf eine harte Probe stellen.

Band 1: Der Schwur
(ISBN 978-3-947470-26-6)

Geplant sind:

Band 2: Der Seitensprung
Band 3: Der Neuanfang